Symphysodon aequifasciatus – Diskus, Rot-Türkis

Symphysodon aequifasciatus
Symphysodon aequifasciatus

Nachzuchten plus eigener Nachwuchs
Carnivor, mit (sehr geringer) Tendenz zu omnivor, meist mittlerer Wasserbereich, zur Nahrungsaufnahme bevorzugt unterer Wasserbereich und Bodengrund.
Größe 16-20 cm, Geschlechterverhältnis unbekannt

Um innerartliche Aggressionen zu verteilen, habe ich mich für eine endgültige Gruppenstärke von 20 Tieren entschieden. Obwohl die optisch dominierende Art im Aquarium, sind Diskusfische gegenüber anderen Beckeninsassen recht zurückhaltend. Bedingt durch das im Verhältnis zur Körpergröße eher kleine Maul sind sie auf relativ kleine Nahrung angewiesen und lassen sich auch problemlos mit deutlich kleineren Fischen vergesellschaften. Allerdings sollten diese nicht zu hektisch oder auch vorwitzig sein. Mögliche Beckengenossen sind friedfertige Welse oder kleine Oberflächenfische.

Das in der Literatur beschriebene “Unterstellen” unter überhängenden Wurzeln ist nur die halbe Wahrheit. Die Diskusfische lieben es, mitten in dichtem Wurzelgeäst zu verschwinden. Am liebsten alle auf einmal. Wenn sich etwas vor dem Aquarium bewegt, kommen sie aber sofort heraus und erwarten eine Fütterung.

Interessanterweise nehmen sie das Futter bevorzugt von der Oberfläche und im freien Wasser. Das steht im Widerspruch zur Literatur. Dort wird das “Freipusten” von Futterteilchen aus dem Sand als bevorzugte Art der Nahrungsaufnahme beschrieben. Meine Diskus zeigen dieses Verhalten ebenfalls, allerdings erst, wenn von oben nichts mehr nachkommt. Das Freipusten wird allerdings sofort wieder eingestellt, wenn es von oben einen Nachschlag gibt. Dann erfolgt eine blitzartige Rückkehr zur Oberfläche.

Ich riskiere mal eine Erklärung: Die meisten Diskusfische werden in zu flachen Becken gehalten. Wenn das Futter absinkt, hat ein großer Teil den Grund erreicht, bevor die typischerweise langsam fressenden Fische alles erwischt haben. Es bleibt den Tieren jetzt nichts anderes übrig, als das Futter am Boden freizupusten. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass Symphysodon aequifasciatus in freier Natur ihre Nahrung gleichermaßen in allen Wasserschichten aufnehmen können. Es ist wahrscheinlich nur davon abhängig, wo gerade etwas fressbares aufzutreiben ist.

Nachwuchs:

Bereits zwei Wochen nach dem Erstbesatz erfolgten die ersten Eiablagen. Spätestens am zweiten Tag wurden die Gelege jedoch gefressen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Tiere noch nicht ausgewachsen. Zum ersten Schlupf mit beobachtetem Anschwimmen der Elterntiere kam es erst vier Monate später. Die Jungfische werden von den Eltern ausschließlich zwischen den verzweigten Moorkienwurzeln geführt. Freies Wasser wird konsequent gemieden. Bedingt durch den Besatz mit weiteren Arten hielt ich ein dauerhaftes Überleben der Brut allerdings für ausgeschlossen. Dennoch haben es zwei Jungfische geschafft. Sie sind inzwischen fast so groß wie die Elterntiere.

Nach über einem Jahr Pause ist es einem weiteren Elternpaar mit der selben Strategie gelungen, eine Gruppe Jungfische über die fressbare Größe hinaus zu bringen. Jetzt sind weitere 14 Halbwüchsige vorhanden.

 

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Letzte Änderung: 14. Dezember 2018

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