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80 Einträge
Thomas Weber aus Bad Schönborn schrieb am 20. August 2021 um 10:19
Hallo Wolfgang,
das sich die Versprechungen meines Schwiegersohns in Luft aufgelöst haben, und Dein Bericht über den Osmosefilter in meiner ToDoList jetzt ganz oben steht, bin ich jetzt an einer Schnapsidee am werkeln. Ich schmeisse meinen Wohnzimmerschrank raus und baue mir ein 5000-Liter-Aquarium dahin. Da ich jetzt leider alleine lebe, würde das niemand mehr stören. Das Becken hätte die Innenmaße von 350x120x120cm. Alle halten mich für bekloppt, aber Hobby ist nun mal Hobby. Die Idee resultierte aus den Erfahrungen meines ersten Beckens, das bis auf den Wasserwechsel (Hebewerk erforderlich) sehr gut funktioniert.
Wo hast Du die Pumpe her und was kostet diese. Natürlich hast Du vollkommen recht, wenn die Investitionen am Anfang durch optimales Material sich im Endeffekt lohnen werden. Ich würde auch keine Kosten scheuen wieder eine solches Becken zu erstellen. Alleine die Möglichkeit, den Pfleglingen ausreichend Schwimmraum zu bieten ist es mir das wert. Und wer ist nicht bekloppt genug ein 2500-L-Becken dann als Aufzuchtbecken zu degradieren!! (-:
Wenn Du so weitermachst mit Deinen tollen Berichten, dann setze ich meine Hütte noch total unter Wasser.
Gruß, mach weiter so
Thomas
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Thomas,

schade, dass aus den Lieferungen mit dem destillierten Wasser nichts wird. Allerdings sind mehrere hundert Liter im Monat auch kein Pappenstiel.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Dein voller Ernst mit den 5.000 Litern im Wohnzimmer? Mal ehrlich, wer macht denn so was? 😂😅

Die Bezugsadresse für die Pumpe muss ich mal raussuchen. Ich schick' sie Dir per Mail.

Das 2.500er Becken sieht übrigens echt toll aus. Deine Altums gefallen mir sehr gut. Fit und verfressen, so muss das sein. Wart mal bis die ausgewachsen sind. Das gibt richtig prächtige Tiere. Nur für die Neons seh ich dann schwarz....

Falls Du irgendwann in weiterer Zukunft tatsächlich Dein ganzes Haus unter Wasser setzen willst, denk dran, dass Du irgendwo eine trockene Ecke für Dich einplanst. 😃

Viele Grüße

Wolfgang
Manuel aus Düsseldorf schrieb am 18. August 2021 um 11:10
Hallo Wolfgang,
tolle Seite, du hast ein sehr fundiertes Wissen. Ich habe UVC-Klärer bisher für entbehrlich gehalten, aber ich muss zugeben du hast einfach die besseren Argumente. Ich plane bei der Neueinrichtung daher mit UVC.

Ich plane diese hinter den Außenfilter zu schalten. Der Filter soll eine Leistung von 100 l/h bei 200 l Netto-Beckenvolumen haben (ich halte hohe Filterleistungen für kontraproduktiv). Wie viel Watt würdest du für den UVC-Klärer empfehlen?
Ein großen Nachteil sehe ich in den Huminstoffen, die aufgrund der enthaltenen Phenolringe wahrscheinlich zerstört werden. Hast du diesbezüglich Erfahrungen?

Vielen Dank im Voraus
Beste Grüße
Manuel
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Manuel,

ich hoffe, Du hast meine Texte nicht als Missionsarbeit verstanden. Das ist nämlich nicht meine Absicht. So was artet immer wieder in sinnlose Langzeitdiskussionen und Streitereien zwischen Befürwortern und Gegnern aus. Das habe ich schon lange aufgegeben. Ich habe lediglich meine persönlichen Erfahrungen aufgeschrieben und sie durch nachweisbare Informationen ergänzt.

Für ein Aquarium dieser Größe würde ich einen 16 oder 18 Watt starken UV-C Klärer vorsehen. Der hat dann eine Nettoleistung von rund 4 Watt UV-C. Das funktioniert mit Sicherheit.

Wo ich eher ein Problem sehe, ist die angestrebte Pumpenleistung. So wie von Dir geplant wird das Beckenvolumen rein rechnerisch lediglich alle zwei Stunden durch den Klärer geschickt. Ehrlich gesagt habe ich keine Erfahrungswerte, ob dieses Zeitintervall für eine effektive Keimzahlreduzierung nicht zu lang ist. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass die resultierende Keimzahlverringerung in der Wassersäule geringer ist, als bei einer höheren Umwälzmenge. Einfach, weil die Einzeller eine größere Chance zur erfolgreichen Teilung haben, als wenn sie rein rechnerisch alle Stunde oder noch früher wieder durch den Klärer müssen.

Die Phenole werden in der Tat aufgespalten. Nicht gleich alle beim ersten oder zweiten Durchlauf. Im Laufe der Tage werden sie jedoch deutlich abnehmen. Falls Du vor hast ein Schwarzwasseraquarium zu betreiben, stellt das natürlich ein Problem dar. Langfristig wird der Klärer die Oberhand erringen. In diesem Fall musst Du Dich entscheiden, ob Dir die eine oder die andere Sache wichtiger ist. Beides geht nicht.

Ich hoffe, Dir damit etwas weitergeholfen zu haben. Wenn noch Fragen sind, versuche ich gerne sie zu beantworten.

Viele Grüße

Wolfgang
Stefan Drüeke aus Wuppertal schrieb am 20. Juli 2021 um 9:38
Guten Morgen Herr Engel,
sehr gelungene Planung, Umsetzung und Präsentation. Hat mir sehr gut gefallen.
Auf der Suche nach einer Glasscheibe für mein „Betonaquarium“ bin ich auf ihre Homepage gestoßen. Ich benötige eine ähnliche Scheibe (390x143cm). Mich interessiert die Glassorte: Haben Sie TVG genommen?
Die zweite Frage betrifft den Einbau: Haben Sie die Scheibe in ein Silikonbett direkt vor das mit Harz abgedichtete Beton gelegt oder vorher noch einen flachen Kunststoffrahmen eingebaut, damit die Auflagefläche völlig eben ist.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Drüeke
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Stefan, (ich sag jetzt einfach mal Du)

die Scheibe besteht in der Tat aus zwei teilvorgespannten Scheiben, die mittels Kunststofffolie zu einem Verbundsicherheitsglas zusammengefügt wurden. Allerdings wirst Du für Deine Scheibe mit Sicherheit dickere Gläser benötigen. Die von mir gewählten 2 x 12 mm werden wohl bei einer Höhe von 143 cm nicht mehr ausreichen. Ich denke, damit erzähle ich Dir nichts Neues.

Gibt es eigentlich TVG in mehr als 12 mm? Bin mir nicht sicher.

Einen Rahmen für die Scheibe gibt es nicht. Der Beton wurde mit Glasfaser/Epoxid beschichtet. Darauf eine dicke Lage Silikon und dann die Scheibe. Kleiner Trick: Damit die Scheibe an keiner Stelle das Silikon bis zum Beton platt drückt, wurden kleine Distanzkeile aus Kunststoff eingesetzt. Nachdem wir die Scheibe in Position gedrückt hatten, wurden diese Keile wieder entfernt und die Positionen mit Silikon verfüllt. So wurde sichergestellt, dass sich nirgends ein Auflagepunkt auf dem Beton ergibt.

Ich hoffe, Deine Fragen weiterführend beantwortet zu haben. Wenn nicht, melde Dich einfach.

Viele Grüße

Wolfgang
Aquaristik schrieb am 11. April 2021 um 10:21
Sehr schöne Website, viele Grüße von uns
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Aaron,

vielen Dank für Dein Lob und auch viele Grüße von mir

Wolfgang
Steve Gründling aus Muldestausee schrieb am 10. März 2021 um 20:34
Guten Tag Herr Engel,
zunächst einmal meinen aller größte Respekt vor Ihrem Becken und wie Sie es umgesetzt haben.
Bei meiner Planung für ein ähnlich großes Becken bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Aufgrund Ihrer sehr detaillierten Ausführungen habe ich mich, nicht zuletzt auch aus Kostengründen, auch für ein Betonaquarium entschieden.
Eine Frage hätte ich aber.

Welche Stärke haben die Eisen der von Ihnen verwendeten Bewehrungsmatten?

Ich bedanke mich vorab für die Info und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Steve Gründling
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Steve,

ich lese immer wieder gern, dass irgendwo ein neues Projekt "Betonaquarium" gestartet wird. Der Aufwand ist zwar größer als bei einem Glasaquarium, aber es lohnt sich definitiv.

Deine Frage kann ich Dir schnell beantworten: Ich habe Baustahl in der Stärke 10 mm verwendet. Das betrifft sowohl die Gittermatten, als auch den Stangenstahl.

Für Deinen zukünftigen Bau wünsche ich Dir viel Erfolg und später viele Stunden in entspannender Beobachtung.

Viele Grüße

Wolfgang
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Letzte Änderung: 21. Juni 2020

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