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Natalia schrieb am 17. September 2021 um 12:57
Hallo Herr Engel!

Super spannende und in vielerlei Hinsicht sehr aufschlussreiche Seite haben Sie da auf die Beine gekriegt. Vom Aquarium ganz zu schweigen. Durch Ihre gut begründete Argumente bin ich auch überzeugt worden doch eine leistungsstarke UVC Anlage anzuschließen.

Eine Frage hätte ich zu der Regensimulation. Bei einem neuen Becken (ca. 500l, 175x50x55) wird eine Osmoseanlage neben dem normalen Leitungswasser dazugeschaltet. Die Idee war dann das Osmosewasser direkt ins "Regenwasser" zu verwandeln. Würde es rein technisch funktionieren die Osmoseanlage mit einer angegebenen Leistung von 1-1,3l pro Minute an die Gardena Micro Drips Beregnungsanlage anzuschließen? Geplant sind 2 bis 3 Intervalle mit einer Dauer von ca 30 min pro Tag. Abfluss erfolgt über eine Bodenbohrung. Ca. die Hälfte der Oberfläche sollte auch von einer Schwimmpflanze (angedacht ist Limnobium laevigatum) bedeckt werden.
Als Sprühdüsen wären dieser in einer engeren Wahl.
https://www.gardena.com/de/produkte/bewasserung/micro-drip-system/streifenduse/900911901/
https://www.gardena.com/de/produkte/bewasserung/micro-drip-system/spruhduse/900910801/
https://www.gardena.com/de/produkte/bewasserung/micro-drip-system/6-flachen-spruhduse/900915601/

Diese wird glaube auch bei Ihnen verwendet
https://www.gardena.com/de/produkte/bewasserung/micro-drip-system/rotor-spruhregner-360deg/900911701/
https://www.gardena.com/de/produkte/bewasserung/micro-drip-system/kleinflachendusen/901161701/
Administrator-Antwort von: Wolfgang Engel
Hallo Natalia,

danke für Dein Lob. Ich freue mich immer wieder, wenn jemand durch meine Seite zu neuen Lösungen inspiriert wird.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann willst Du das Osmosewasser über Sprühdüsen ins Becken regnen lassen. Möglich ist das. Allerdings nicht mit einer Konstruktion wie sie bei mir zum Einsatz kommt. Da müsste man einen anderen Weg beschreiten.

Zunächst mal zu den Beregnungsdüsen. Warum habe ich Rotationsberegner genommen und keine Sprühdüsen? Nun, aus den Rotationsberegnern kommen Tropfen heraus, die auf der Wasseroberfläche ein Bild ergeben, wie man das von Regen kennt. Ausserdem fallen sie statistisch verteilt innerhalb der Fläche, genau wie bei einem "echten" Regen. Die Sprühdüsen zerstäuben das Wasser doch recht gründlich und neigen auch zu einer Ausbildung von feinen Strahlen. Man erkennt deutlich, dass es kein echter Regen sein kann.

Jetzt kommt das technische Problem: Egal ob Sprühdüse oder Rotationsberegner, die Dinger brauchen einen gewissen Druck um zu funktionieren. Den Druck kriegt man nur, indem man eine gewisse Menge Wasser pro Minute durchleitet. Und genau da liegt der Hund begraben. Die Produktion von Osmosewasser gelingt nämlich umso besser, je geringer der Gegendruck am Permeatausgang ist. Idealerweise kann das Wasser hier drucklos abfließen. Es braucht nur einen relativ niedrigen Gegendruck, um die produzierte Permeatmenge drastisch zu verringern. Von den 1-1,3 l/min wird nicht mehr viel übrig bleiben. Die Düsen werden dann nur noch müde tropfen. Du kannst es ja mal spaßeshalber ausprobieren.

Deshalb ist ein Anschluss der Beregner am Permeatausgang der Osmosepatronen nicht empfehlenswert. Denkbar wäre es, das Permeat vorzuproduzieren und in einer Tonne (oder etwas ähnliches) vorzuhalten. Daraus kann man dann das "Regenwasser" mit einer Pumpe zu den Düsen fördern.

Ich hatte diese Möglichkeit bei der Planung meines Beckens ebenfalls in Betracht gezogen, mich dann aber wegen des geringeren Aufwands für den jetzigen Weg entschieden. Es macht auch keinen wirklichen Unterschied, ob das Permeat von oben herabregnet, oder seitlich einläuft.

Ich hoffe, dass ich Dir bei Deinen Planungen damit etwas weiterhelfen konnte. Wenn nicht, kannst Du mich ja anmailen.

Viele Grüße

Wolfgang
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